Diagnostik bei Verdacht auf ADHS im Erwachsenenalter
- Ausführliches klinisches Interview zur aktuellen Symptomatik, zum Verlauf seit der Kindheit sowie zu sozialen, beruflichen und familiären Funktionsbereichen
- Fremdanamnestische Informationen, z. B. über Eltern- oder Partnerbefragung bzw. Vorlagen von Schulzeugnissen und früheren Berichten (sofern verfügbar)
- Standardisierte Diagnostikinstrumente wie strukturierte Interviews und valide Fragebogenverfahren zur ADHS-Symptomatik
- Testpsychologische Untersuchung von Aufmerksamkeit, Exekutivfunktionen und ggf. weitere Funktionsbereiche
- Differenzialdiagnostische und komorbide Abklärung, insbesondere gegenüber depressiven, Angst- und anderen psychischen Störungen
- Schriftlichen Befundbericht auf Wunsch, etwa für weiterbehandelnde Fachärzt:innen oder den Arbeitgeber
Rückmeldung und nächste Schritte
Die Kosten für eine reguläre ADHS-Diagnostik liegen in der Regel bei etwa 350–400 €.
Der genaue Umfang richtet sich nach der individuellen Fragestellung und dem diagnostischen Bedarf. Nicht jede diagnostische Leistung ist bei jeder Person erforderlich. Sollten darüber hinausgehende Untersuchungen, zusätzliche Testverfahren, eine ausführlichere Differentialdiagnostik oder ein schriftlicher Befundbericht erforderlich sein, werden Sie vorab über den zusätzlichen Umfang und die voraussichtlichen Kosten informiert.
Die Abrechnung erfolgt als Selbstzahlerleistung nach der geltenden Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP) bzw. den hierfür maßgeblichen Abrechnungsempfehlungen.
Eine Kostenübernahme durch die private Krankenversicherung, Beihilfe oder einen anderen Kostenträger kann nicht garantiert werden. Bitte klären Sie gegebenenfalls vor Beginn der Diagnostik mit Ihrem Kostenträger, ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden.
Wichtig: Die Diagnostik erfolgt nicht allein anhand von Fragebögen oder einzelnen Testergebnissen. Die diagnostische Einschätzung basiert auf einer persönlichen klinischen Gesamtbeurteilung und berücksichtigt – soweit erforderlich – auch Entwicklungsverlauf, funktionelle Beeinträchtigungen und mögliche Differentialdiagnosen.